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Polen 2005 - Schlesien

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10.09.2005

Da wir am nördlichen Harzrand leben, müssen wir zunächst 400 km fahren, um an die polnische Grenze bei Görlitz zu gelangen.

Morgens um halbzehn rollen wir von der Tankstelle ab. Das Abenteuer kann beginnen. Bei Kamenz gelangen wir ins Land der Sorben, die Ortsschilder werden zweisprachig. Wir fahren durch die  Teich- und Heidelandschaft der Niederschlesischen Oberlausitz (Weltkulturerbe), unser Ziel ist Colm, ein kleiner Ort am Speicherbecken Quitzdorf, in dem es einen Campingplatz geben soll.

Wir sehen uns den "Campingplatz" an und da sich ein Gewitter ankündigt, beschließen wir, lieber ein Zimmer zu nehmen. Im Nachbarort Sproitz finden wir eine Übernachtungsmöglichkeit bei einem netten älteren Ehepaar. Beim Spaziergang durch das Dorf entdecken wir einen kleinen Getränkehandel und organisieren noch ein paar Eibauer Schwarzbiere.

Tagesstrecke: 400 km

11.09.05

Nach einem kleinen Frühstück mit "Spezialkaffee" (Saeco) und selbstgebackenen Kuchen verlassen wir die Beiden und machen uns auf zum Grenzübergang Görlitz/Zgorzelec.

 

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In Sproitz

 Den Übergang erreicht man nur nach einer kleinen Stadtrundfahrt, wir sehen hier Alt und Neu nebeneinander. Am Übergang selbst kommt ein deutscher Grenzer an unseren Wagen, schaut hinein und fragt, ob wir umziehen wollen (!). Die Polen dagegen lassen uns in Ruhe passieren. Auf polnischer Seite halten wir an einer Wechselstube, um erstes polnisches Geld zu erhalten und als wir aus dem Auto aussteigen, stehen schon zwei junge Männer bereit, die uns die Scheiben reinigen.

 

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An der Grenze in Zgorzelec

Der erste Eindruck, den wir von polnischen Seite Görlitz' bekommen, ist zwiespältig. Einerseits das bunte Treiben, andererseits Erschrecken über den ruinösen Zustand vieler Gebäude. Es ist Sonntag und die Polen pflegen ihre religiöse Tradition beim Kirchgang. In Luban fahren wir einmal ins Zentrum und haben hinterher ein wenig Mühe, aus dem Einbahnstraßengewirr wieder heraus zu finden.

Ein weiterer kleiner Abstecher führt uns hinein nach Gryfow Slaskie (Greifenberg). Es ist Mittagszeit und wir sehen nur Männer auf Parkbänken, in Cafés oder auf den Haustreppen sitzen. Wir fahren weiter nach Swieradow Zdroj (Bad Flinsberg), die Allee, die wir passieren, ist kurvenreich und vermittelt ein wenig Düsterkeit, dazu kommt nun ein heftiger Platzregen, der riesige Pfützen auf den Straßen entstehen läßt.

Wir erreichen Bad Flinsberg über einen Umweg in Richtung der tschechischen Grenze und überqueren dabei das Isergebirge

 

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Ein Teil des Iser- Gebirges

(ein Teil der Sudeten, ca. 1100 m hoch).  In Bad Flinsberg machen wir

 

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Plan von der Gegend

einen Spaziergang und schauen uns die schönste aus Holz gebaute Wandelhalle Polens an.

 

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Der Eingang

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In der Halle

Anschließend gelangen wir in die Partnerstadt von Bad Harzburg, Szklarska Poreba (Schreiberhau). Auf dem Weg dorthin, erhaschen wir einen ersten Blick auf die Schneekoppe (Sniezka).

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Die Schneekoppe (Sniezka)

Eigentlich wollen wir hier übernachten, doch als wir einen Blick auf den Campingplatz werfen, der mitten in der Stadt liegt und nicht sehr einladend ausschaut, beschließen wir, weiter zu fahren. Der Ort selbst ist sehr schön in einem Tal gelegen, viele der alten Villen schmiegen sich an die Berge. Nach ca. 20 km erreichen wir Karpacz (Krummhübel). Am Ortseingang sehen wir links einen kleinen Campingplatz, die Zufahrt führt über einen kleinen Fluß und nachdem wir mit dem Besitzer gesprochen haben, er spricht ein wenig deutsch, entschließen wir uns, die Nacht hier zu verbringen. Nur ein Wohnwagen (NL) und ein kleines Zelt (PL) sind unsere Nachbarn. Nach dem Zeltaufbau fahren wir nach Karpacz, um einige Einkäufe zu erledigen und spazieren einmal durch den Ort. Dabei fällt uns ein kleines "Kneipchen" auf, das Mini Muzeum Socrealismu, in dem Bilder von zahlreichen kommunistischen Größen neben Relikten aus der kommunistischen Ära an den Wänden hängen.

 

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Das Mini Muzeum Socrealismu

Untermalt wird das Ganze durch amerikanischen Swing aus den fünfziger Jahren. Wir versuchen uns mit der Essenbestellung, nach dem Motto "Rate mal mit Rosental". Wir haben Glück mit Auswahl, auch das polnische Bier läßt sich gut trinken. An die Preise kann man sich leicht gewöhnen, alles zusammen kostet uns 6 Euro!

Als wir zum Zelt zurückkehren ist leider alles dunkel und wir kriechen in unsere Schlafsäcke und machen unsere Tagebuch-Aufzeichnungen. Da dies unsere erste Nacht in Polen ist, schlafen wir etwas unruhig bzw. gar nicht, denn wir müssen an die "Horror"-Geschichten von gestohlenen Autos denken. Zu allem Übel zieht auch noch ein Gewitter auf und es regnet die ganze Nacht heftig. Die Temperaturen sind auch nicht besonders hoch.

Am nächsten Morgen lockt uns aber die Sonne aus dem Zelt und gsd, das Auto ist auch noch da....!!!

Tagesstrecke: 170 km

12.09.05

 

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 Karpacz (leider unscharf)

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit unserem "Lieblingskaffee" brechen wir noch einmal nach Karpacz auf. Am Abend zuvor hatten wir bemerkt, dass wir unser wichtigstes Reiseutensil, den Baedeker, vergessen hatten. Im Ort entdecken wir einen Buchladen und in ihm finden wir einen sehr guten Ersatz-Reiseführer sowie einen Superatlas von Marco Polo im Massstab 1:200.000, der uns noch wertvolle Dienste leisten wird.

Wie es in den Bergen häufig vorkommt, gibt es schon nach kurzer Zeit ein heftiges Gewitter, das die Straßen in Sturzbäche verwandelt. Nach Geldtausch und Tanken begeben wir uns zur Kirche Wang, eine Holzkirche, die ursprünglich in Norwegen an einem See namens Vang gestanden hat und hier wieder aufgebaut wurde.

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Da die Grenze nach Tschechien sehr nah ist, entscheiden wir uns, das Riesengebirge ein wenig von der anderen Seite kennenzulernen. Unser Weg führt uns über Kowary nach Przelecy Okray, dem Grenzübergang zwischen Polen und Tschechien. Auf dem Weg nach Spindleruv Mlyn (Spindlermühle) talabwärts sehen wir Ferienhäuser, die z.Z. jedoch unbewohnt sind. In Horna Masov entdecken wir an einigen, zum Teil verfallenen Gebäuden, mehrsprachige Erklärungstafeln, u.a. eine Mühle, eine Brauerei, das Rathaus

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und ein Schlösschen einer Adelsfamilie aus dem Riesengebirge, das jetzt zum Verkauf ansteht.

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Wir sehen verfallende Industriebauten, Plattenneubauten des Sozialismus,

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daneben architektonische Schönheit, renovierungsbedürftig.


Über Swoboda und Janske Lazne geht die Fahrt weiter nach Vrchlabi (Hohenelbe). Dort stoßen wir auf einen deutschen Supermarkt. Wir schauen uns im Laden um, kaufen aber nichts, da wir kein Geld getauscht hatten.

Bevor wir nach Vrchlabi hineinkamen, hatten wir einen kurzen Zwischenstopp an einer über die Hauptstraße führenden Lorenseilbahn eingelegt. Sie scheint außer Betrieb zu sein, früher wurde hier Schotter von Posta zur nächstgelegenen Bahnstation transportiert.

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Aus Zeitgründen lassen wir Spindleruv Mlyn "rechts" liegen und fahren Richtung tschechisch-polnische Grenze über Rokytnice.

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An einer Kreuzung gelangen wir auf die E 65, eine wirklich gut ausgebaute Straße bis zum Grenzübergang. Wieder in Polen passieren wir erneut Schreiberhau, dort halten wir, um unsere Vorräte aufzufüllen. Da wir hungrig sind, legen wir auf dem Weg zum Campingplatz in Piechowice (Peterwitz) eine Pause ein. In einer Bar am Straßenrand (das Auto in greifbarer Nähe) nehmen wir unser Abendessen ein. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichen wir unser Nachtlager.

Noch leuchtet eine Laterne in Zeltnähe und bei einem Bier lassen wir die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren und planen den nächsten Tag. Da ein leichter Nieselregen einsetzt, ziehen wir uns ins Zelt zurück. Der Nieselregen wächst sich zu einem heftigen Dauerregen aus. Das Zelt hält dicht, nur das Vordach füllt sich mit Regenwasser und droht einzureißen, wir entfernen die Stangen und schlafen anschließend ruhig weiter.

 

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Milkow (Dörfchen nahe Campingplatz)

Tagesstrecke: 145 km

13.09.07

Nach dem Frühstück, Zeltabbau bei wieder leichtem Nieselregen. Unser Weg soll uns heute nach Srebna Gora (Silberberg) führen, wieder Kowary, diesmal mit einem Zwischenstopp, der Auffahrt zur Stolnie Kowary, dem ehemaligen Uranbergwerk im Riesengebirge, heute eine "Kureinrichtung" mit Atemtherapien. 

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die Parkplatzwächterin
 
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ihr Häuschen

Weiter geht es über Kamienna Gora (Landeshut) und Walbrzych (Waldenburg), wir meiden den Stadtkern und landen in Jedlina Zdroj, wo wir ein feines Mittagessen für 60 Zloty (15 Euro) - Rinderlende und Zander, vorweg leckerer Knoblauchdip) einnehmen.

In Nowa Ruda (Neurode) entnehmen wir der Karte, dass hier noch ein Bergwerk in Betrieb sein soll. Es handelt sich jedoch um eine Anlage, die 1994 still gelegt wurde und heute ein Museum ist. Das lassen wir uns nicht entgehen. Die Führung ist in englischer Sprache, "Berggeist" inklusive.

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Guide und Geist

Die fachkundige Führung vermittelt uns einen Eindruck, wie die Arbeit der polnischen Bergarbeiter noch bis in die heutige Zeit verlief, 1994 lag das Einkommen bei 2.000 Zloty, heute vielleicht 3.000, umgerechnet ca. 750 €.

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Förderturm von Nowa Ruda

Weiter geht es nach Srebna Gora (Silberberg), wir wandern zu den Festungsbauten, die strategisch gut an der Passhöhe vor dem Ort liegen

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und freuen uns auf ein schönes Hotel, dass uns empfohlen wurde. Leider verfehlen wir das Hotel, so wie wir auch das Geburtshaus meiner Mutter nicht finden können (falsches Haus im falschen Ort, ein Jahr später haben wir mehr Glück, siehe Schlesien 2006). Der nächste größere Ort, den wir auf der Karte ausmachen, ist Kamienec Zabkowice (Kamenz). Hier erhoffen wir, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, doch die Suche gestaltet sich recht schwierig. Wir sprechen ein Ehepaar an der Straße an, die uns in die Richtung eines Hotels weisen. Doch wir kreisen um den Pudding und finden es trotzdem nicht (mittlerweile ist es auch dunkel geworden). Wir begegnen dem Paar erneut und sie lotsen uns zur "Hala Sportawa", in dem sie selbst, als Touristen aus Warschau, auch übernachten. Die Zimmer sind modern und sauber, allerdings gibt es kein Frühstück. Zahlen kann man nur mit Barem und da wir nicht mehr genug, müssen wir einen Ausweis hinterlegen. Wir wagen uns auf einen kleinen Gang duch die Nacht und finden noch einen kleinen Laden, in dem reger Betrieb herrscht. Wieder im Zimmer führen wir unser Reisetagebuch weiter und nach einigen Schlucken Wodka beenden wir den Tag.

 

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Hala Sportawa

Tagesstrecke: 155 km

15.09.05

Vom Kamenzer Schloss konnten wir nicht viel sehen, da von hohen Zäunen umgeben und das Tor verschlossen war. Wir frühstücken  in einem urigen Lokal kurz hinter Bardo. Ein Trucker-Treff im Blockhaus-Stil, mit Kaminfeuer, obwohl draußen die Sonne scheint und das Thermometer 22° C anzeigt. Unser erster polnischer Kaffee (mit Satz), das Frühstück ist reichlich und gut.

In Glatz angekommen, stellen wir das Auto auf einem bewachten Parkplatz ab und begeben uns ins Stadtzentrum. Dazu müssen wir über eine Brücke, die aufgrund der Heiligenstatuen Ähnlichkeit mit der berühmten Karlsbrücke in Prag aufweist.

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Weiter geht es über den Rynek (Marktplatz)

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 bis zur Festung, von der wir einen herrlichen Rundblick über den Glatzer Kessel genießen. Danach folgt eine Führung (in polnischer Sprache, wir erhalten einen Handzettel in deutsch) durch das unterirdische Labyrinth, 

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dass zu Verteidigungszwecken angelegt wurde. Die Gänge sind teilweise nur 1 m hoch und wurden von den Soldaten in völliger Dunkelheit begangen. Man legte Sprengstoff unter die feindlichen Stellungen, die sich auf dem Hang vor der Festung befanden. Im Festungsmuseum machen wir Bilder von Bildern des Neisse-Hochwassers (1997).

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Über Patschkow führt uns unser Weg über die tschechische Grenze bei Bily Potok, Richtung Javornik. In Bernartice wollen wir Geld tauschen, um auch mal das tschechische Bier zu verkosten. Leider sind die Banken geschlossen und so fahren wir weiter direkt entlang der PL-CZ. Bei Terezin entdecken wir an einer Kreuzung ein vermutlich von Zigeunern bewohntes Haus, das Dach ist in einem erbärmlichen Zustand, die Wäsche hängt über dem Zaun. "Europa erwache!"

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Bei Glucholazy kehren wir zurück nach Polen. Heute wollen wir in Nysa (Neisse) übernachten. Aus dem neuen Reiseführer haben wir ein Hotel ausgesucht. Am Ortseingang sprechen wir ein polnisches Ehepaar an, er spricht relativ gut deutsch und erklärt uns den Weg. Diesmal finden wir das Hotel, die alte Villa "Navigator", recht zügig. Das Haus wird von Bruder und Schwester geführt, die Zimmer sind eigenwillig eingerichtet, etwas düster, mit schweren alten Möbeln.

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 Nysa bei Nacht

Wir machen noch einen kleinen Rundgang durch das Zentrum und machen erste Bekanntschaft mit "Warka strong" (7 %). Erledigen unsere Einkäufe und erstehen eine besonders gut schmeckende polnische Mettwurst.

 

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 Neisse-Hochwasser 1997

Am kommenden Morgen nehmen wir unser Frühstück im "Riesen"-Wohnzimmer der Familie ein, auch hier sehr massive und antike Holzmöbel. Wir legen die weitere Route fest. Über Dörfer soll es weiter gen Osten gehen. Aber nach wenigen Kilometern kehren wir zur B41 zurück.

 

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 Gänse-"Lager"

 

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 Oderbrücke bei Kedcierzyn-Kozle

An der Oderbrücke machen wir ein Päuschen, bevor es zum oberschlesischen Industrierevier um Kattowitz (dem polnischen Ruhrpott) weitergeht. An der Straße nach Ujazd weist ein Schild auf das Arbeitslager "Blechhamer", ein Nebenlager von Auschwitz, hin.

 

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Wir biegen hier ab und stoßen auf die Überreste des Wachturms am  Eingang.

 

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 Auf einer Lichtung sehen wir das Mahnmal und eine Baracke. Zwei Autos und ein paar dubiose Typen, die herumlungern, halten uns vom Aussteigen ab.

Bei einem weiteren Zwischenstopp zwecks Routenplanung (kurz vor Zabrze) kommt eine alte Frau vorbei, die uns zunächst auf polnisch anspricht und nachdem wir auf deutsch antworten, erzählt sie uns ebenfalls in deutsch von der "alten Zeit".

Über Zabrze gelangen wir nach Bytom (Beuthen) und sehen uns mehrere Bergwerke von außen an, erleben den Schichtwechsel und sind erschüttert über Wohn- und Lebensverhältnisse in der Umgebung (siehe unten).

 

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 Eine Kokerei stößt in regelmäßigen Abständen ihre Wolken aus, dass uns fast die Luft wegbleibt.

 

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 Förderanlage in Bytom

 

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 Förderanlage in Bierun

Neben den Förderanlagen warten LKW-Schlangen auf ihre Kohle. Die Straßen sind vom Ruß schwarz gefärbt.

Wir haben fürs erste genug von den Eindrücken des Reviers und machen uns nach Oswiecim (Auschwitz) auf. An einer Tankstelle erkundigen wir uns nach dem Weg. In einer kleinen Gaststätte mitten in der "Botanik" stillen wir unseren Hunger mit einer PL-Tiefkühlpizza.

In Oswiecim (Auschwitz) ist die Ausschilderung zum Lager sehr dürftig. Nach einigem Suchen finden wir zum Stammlager. Da aber die Zeit schon vorgerückt ist, gehen wir auf Zimmersuche. Südlich der Stadt entdecken wir ein Hinweisschild auf eine "Agroturystika", wir landen in Skidzin und machen an einer Bar Halt. Die dazugehörige Pension liegt nur wenige hundert Meter entfernt. Dort nimmt uns die Wirtin, die ziemlich gut englisch spricht, in Empfang und wir suchen uns ein Zimmer aus. Wir ahnen nicht, dass es noch ein lustiger Abend werden wird, denn als wir in die Bar zum Abendessen gehen, lernen wir Hans und Toni (zwei Ur-Bayern) kennen.

 

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Bei einigen Bieren klären wir zur Heiterkeit aller die Unterschiede zwischen Norddeutschen und Bayern. Ein reger "Erfahrungsaustausch" findet an diesem Abend statt und zu später Stunde fallen wir müde in die Betten.


Tagesstrecke: 320 km
Ü/F: 60  Zloty


16.09.05

Konzentrationslager Auschwitz / Auschwitz-Birkenau

Die Kehle ist wie zugeschnürt. Nur ein Wort bleibt im Kopf: Tod, Tod, Tod.

Die Eindrücke werden für immer im Gedächtnis bleiben.


Zeichnung eines Lagerinsassen

Anscheinend besuchen nur sehr wenige Deutsche diesen Ort.

In Birkenau begegnen wir eine israelischen Jugendgruppe. Obwohl hier schwärzeste deutsche Geschichte geschrieben wird, gibt es kein Zeichen dafür, dass wir als Deutsche nicht willkommen sind.

Das Leben rund um das Lager  folgt den Gesetzen der Normalität.

Nach dem Besuch der Lager fahren wir noch ein wenig in der Gegend herum. So kehren wir in die Gegenwart zurück.

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weiter gehts hier: http://im-osten-was-neues.de.tl/Polen-2005-Kleinpolen-und-Vorkarpaten.htm


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